Wir waren in Berlin

Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering ging es für einige von uns für drei Tage nach Berlin, zu einem Informationsbesuch.

Am Mittwoch, 29.02.20 20, ging es früh am Morgen mit dem Zug nach in die Bundeshauptstadt. Am Hauptbahnhof in Osnabrück trafen wir uns mit weiteren Mitreisenden aus verschiedenen Ortsvereinen des Landkreises Osnabrück und noch weiteren Teilnehmern der Informationsfahrt.

Die Zugfahrt war kurzweilig und gegen Mittags in Berlin angekommen. Vom Hauptbahnhof ging es direkt Richtung Bundestag, der ersten Station unserer Informationsfahrt. Nach strengen Sicherheitskontrollen, vergleichbar mit den Kontrollen in Flughäfen, betraten wir den deutschen Bundestag und konnten für gut eine Stunde einer Fragestunde als Zuschauer beiwohnen. Es war eine sehr spannende Fragestunde zu den Themen Verteidigung, Digitalisierung und Finanzen. Im direkten Anschluss hatten wir mit Rainer Spiering (MdB) eine Diskussionsrunde mit offener Themengestaltung. Kompetent und Humorvoll beantwortete er die Fragen, die er von uns gestellt bekam. Als Abschluss war noch die Besichtigung der Reichstagskuppel natürlich noch ein Muss.
Nach kurzen Check-in im Hotel ließen wir gemeinsam den Tag beim Abendessen ausklingen.

Am zweiten Tag ging es morgens pünktlich um acht Uhr los. Erster Tagespunkt war der Besuch des Stasiuntersuchungsgefängnis Hohenschönhausen. Ein schwieriger Besuch, der einen vor Augen führte, wohin eine Diktatur führt und das es in dieser nur um die Sicherung der Macht geht und die totale Bekämpfung von allen, was diesem im Weg steht. Sehr nachdenklich verließen wir diesen Ort, jeder mit seinen Gedanken.
Auf ging es aber auch schon zur Gedenkstätte des deutschen Widerstands. Diese befindet sich an einem geschichtsträchtigen Ort, dem Bendler Blocks (Teil des Bundesverteidigungsministeriums). Der Ort, wo im Jahre 1944 die militärischen Widerständler gegen die Nazidiktatur, um Oberst Graf von Stauffenberg, erschossen wurden.
In der Gedenkstätte wird aber auch den zivilen Widerständlern gedacht, die unter Einsatz ihres Lebens gegen die Herrschaft des verbrecherischen Nationalsozialismus aktiv waren. Auch dies war kein leichter Termin, aber ein sehr guter!
Mit einer umfangreichen Stadtrundfahrt fand der letzte Teil des Programmes für den zweiten Tag statt.
Abends ließen wir diesen Tag bei spannenden Diskussionen ausklingeln. Viele von uns hatten das Bedürfnis, nach diesen bedrückenden und so interessanten Themen darüber zu sprechen. Einig waren sich alle, dass unsere Demokratie ein Gut ist, was von unschätzbarem Wert ist.

Auch Tag drei startete wieder zeitig. Wieder ging es zum Bendler Block um diesmal die Ausstellung zur Verfolgung der Juden in Europa zu besuchen. In kleineren Gruppen ging es durch die Ausstellung und wurde durch Mitarbeiter der Gedenkstätte geführt. Es war wieder informativ und bedrückend zugleich. Man kann es sich kaum vorstellen, wie diese 12 dunklen Jahre der deutschen Geschichte waren, wo die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe darüber entschied, wie und ob man leben durfte. Diese Zeit als einen „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte zu bezeichnen ist eine Verhöhnung der Opfer in dieser Zeit.
Im Anschluss stand ein Informationsgespräch im Bundesministerium der Verteidigung  als zweiter Tagespunkt auf dem Plan. Ausführlich und sehr kompetent wurden unsere Fragen beantwortet zur aktuellen Lage der Bundeswehr. Diese Möglichkeit wurde gerne in Anspruch genommen. Mit einem Besuch des Ehrenmals der Bundeswehr endete unser offizielles Programm und wir machten uns nach einem Mittagessen wieder auf den Weg in den Landkreis Osnabrück. An diese Stelle möchten wir auch erwähnen, das uns die Deutsche Bundesbahn sicher und pünktlich nach Berlin brachte und auch wieder zurück nach Osnabrück.

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