„SPD vor Ort“: Obdachlosenunterkunft in Rabber

Ein Dach über dem Kopf zu haben ist für die meisten Menschen in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Was ist aber mit den Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen keine Bleibe mehr haben? Was geschieht mit ihnen und wo können Betroffene Hilfe finden? Diese und andere Fragen wurden bei einem Besuch der Bad Essener SPD an einem Ort erörtert, den die meisten Bad Essener Bürger wohl noch nie betreten haben: der Obdachlosenunterkunft in Rabber.

Von außen wirkt das von der Gemeinde angemietete Haus in dem das Asyl beherbergt ist freundlich und gepflegt: „Unlängst wurde in Fassadendämmung und Anstrich investiert“, so Thomas Imbrock von der Gemeinde Bad Essen „Dies hat sich bereits in den deutlich gesunkenen Heizkosten niedergeschlagen.“

Im Inneren des Gebäudes am alten Bahnhof in Rabber dominiert nüchterne Sachlichkeit: beide Etagen des Gebäudes verfügen über einen gefliesten Boden und eine Anzahl von Mehrbett-Zimmern, ausgestattet mit ausgedientem Bundeswehr-Mobiliar. Des Weiteren verfügt die obere Etage über eine einfache Wohnung, wenn z. B. einmal eine Familie die Räume der Unterkunft in Anspruch nehmen muss. „Der Gesamteindruck des Gebäudes ist einfach aber zweckmäßig“, so die einhellige Meinung der SPD-Delegation.

„Zur Zeit leben zwei abgelehnte Asylbewerber aus Afrika sowie zwei Personen einer Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien in der Unterkunft“, so Imbrock. Wenn die Unterkunft voll ausgelastet ist, können hier bis zu 40 Personen beherbergt werden, dies war zuletzt in den 1990er Jahren der Fall. Waren seinerzeit häufig Personen aus zwangsgeräumten Wohnungen in der Unterkunft untergebracht, so finden heute überwiegend Asylbewerber hier ein vorübergehendes Obdach – so lange, bis über ihren Fall entschieden worden ist.
 

SPD Ortsvereinsvorsitzender Axel Gruczyk bedankte sich im Namen der SPD Bad Essen zum Ende der Führung durch die Unterkunft für den informativen Einblick. „Die Unterkunft steht für vieles: für Schicksalsschläge, komplizierte Lebenswege und Verlust. Aber auch für einen Neustart und Hoffnung in schwierigen Zeiten!“