SPD vor Ort: SPD Bad Essen zu Gast im Klärwerk Wittlage

Wie modernes Abwassermanagement im Altkreis Wittlage funktioniert und welcher technische Aufwand hierfür notwendig ist konnten die Teilnehmer hier in Wittlage erleben.

Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage, begrüßte die Sozialdemokraten und gab einen Überblick über den Aufbau des Abwassernetzes im Altkreis Wittlage: Insgesamt sorgen vier Kläranlagen und etliche Pumpwerke für eine reibungslose Aufbereitung des zu reinigenden Wassers. Auch die landkreisweit einmalige Doppeldruckleitung zwischen den Klärwerken Wittlage und Schwagstorf zum Ausgleich der Kapazitäten wurde erörtert.
Wie das Abwasser Schritt für Schritt gereinigt wird wurde von Abwassermeister Manfred Olfens und Diplom-Ingenieur Timo Ognibeni anschaulich vermittelt: Von der Grobreinigung am Anfang des Klärprozesses, der biologischen Aufbereitung in mehreren großen Becken bis hin zur Rückführung in den natürlichen Kreislauf wurde der Weg des Wassers nachvollzogen.
Die aus dem Wasser gelösten Feststoffe werden im sogenannten Faulturm von Bakterien in Methangas umgewandelt und so zum Beheizen der Gebäude des Klärwerks genutzt. Überschüssiges Gas wird zurzeit noch abgefackelt – in Zukunft möchte der Wasserverband das anfallende Gas nach Möglichkeit zur Stromerzeugung nutzen um die hohen Energiekosten der Anlage zu senken.
Der Rundgang durch das Klärwerk endete mit einem Blick in die Schaltzentrale der Anlage: Computergestützt kann von hier aus per Mausklick der gesamte Klärprozess gesteuert und überwacht werden.
Uwe Bühning machte auch anschaulich klar, wie aufwendig und kostspielig das grosse System der Leitungen von den Haushalten und Firmen zu den Klärwerken aufrecht erhalten werden muss.
Axel Gruczyk von der Bad Essener SPD dankte im Namen aller: „Wir sehen das alles jetzt mit ganz anderen Augen“.